Spielbericht - Dresdner Eislöwen - SC Bietigheim Steelers
| 1 | 2 | 3 | Endstand | |
| Dresdner Eislöwen | 0 | 0 | 0 | 0:4 |
| SC Bietigheim Steelers | 1 | 1 | 2 |
Datum:
20.12.2009 - 18:00 Uhr
2654 Zuschauer
Linienrichter:
Markus Jordan
Maik Preiß
Spielbericht
Die Eislöwen unterliegen den Bietigheim Steelers mit 0:4 (0:1; 0:1; 0:2). Nach dem starken Auftritt in Hannover fehlte heute die Kraft, um gegen den Tabellendritten zu punkten.
1. Drittel
Mit der gleichen Aufstellung wie am Freitag gingen die Eislöwen in die Partie gegen den Tabellendritten aus Bietigheim. Bei den Gästen stand auch der Ex-Dresdner Greg Schmidt im Aufgebot.
Es dauerte keine dreißig Sekunden, da musste zum ersten Mal ein Eislöwe auf die Strafbank, es traf Rob Brown wegen Behinderung. Nach nur fünf Sekunden schossen die Gäste auf das Tor von Kellen Briggs. Der Puck prallte von der Bande wieder vor das Tor, wo Kellen Briggs die Scheibe sicherte. Erst nach vierzig Sekunden gelang es den Dresdnern sich zu befreien. Das erste Powerplay der Gäste blieb aber ohne Folgen, die Defensive der Eislöwen stand sicher.
Die ersten fünf Minuten des Spiels waren insgesamt nicht von großen Torchancen geprägt, vielmehr versuchten beide Teams mit gutem Passspiel ins gegnerische Drittel zu kommen.
Nach exakt zwölf Minuten musste erneut ein Dresdner in die Kühlbox. Jari Pietsch traf es diesmal wegen Hakens. Doch auch dieses Unterzahlspiel blieb ohne Folgen. Die Eislöwen zeigten sich im Penalty-Killing sehr aggressiv und machten es den Gästen aus dem Ellental schwer, die Überzahl zu nutzen.
In der 17. Minute war es dann doch passiert. Nico Pyka spielte den Puck aus dem eigenen Drittel direkt auf Alexander Serikow. Dieser legte auf Topscorer Justin Kelly ab, der mit seinem Schuss Kellen Briggs keine Chance ließ. Die Eislöwen waren im Anschluss etwas geschockt. Kurze Zeit später spielte Alexander Oblinger einen Fehlpass aus dem eigenen Drittel, zum Glück diesmal ohne Folgen.
Die letzten beiden Spielminuten im ersten Drittel waren von Nervosität im Spielaufbau der Eislöwen geprägt. Ein weiteres Tor fiel nicht mehr.
2. Drittel
Die Eislöwen kamen mit viel Schwung aus der Kabine. Die ersten eineinhalb Minuten hatten die Gäste kaum Möglichkeiten, sich zu befreien. Erst nach drei Minuten musste Kellen Briggs im zweiten Drittel eingreifen. Justin Kelly lief über links und passte vor das Tor des Eislöwenkeepers, doch sein Pass wurde zum gefährlichen Schuss aufs lange Eck. Aber Kellen Briggs konnte schnell genug die Seite wechseln und parieren. In der 25. Minute war er aber machtlos. Alexander Serikow fing wieder einen Pass aus dem Dresdner Drittel ab und verwandelte diesmal selbst. Stefan Mann verursachte diesmal den Fehlpass. Das 2:0 für die Gäste und das zweite vorzeitige Weihnachtsgeschenk für die Ellentaler.
Im Anschluss kamen die Eislöwen in der 28. Minute zum ersten Powerplay. Nach 44 Sekunden hatte Patrick Strauch die erste Chance, scheiterte aber an Sinisa Martinovic im Tor der Steelers. Die Eislöwen schafften es in diesem Überzahlspiel gut das Spielgeschehen ins Gästedrittel zu verlagern, nur die Genauigkeit im Abschluss fehlte.
Nach 32 Minuten kamen die Eislöwen wieder zu einer Großchance zum Anschlusstreffer. Die Gäste wechselten zu langsam und so bot sich die Konterchance über Sami Kaartinen. Sein Schuss konnte Martinovic aber problemlos parieren. In Minute 34 nahmen die Gäste dann so langsam das Heft in die Hand. Erst scheiterte Rene Schoofs frei vor Briggs und zwei Minuten später Doug Andress. Die Eislöwen hatten Probleme aus dem eigenen Drittel zu kommen. Doch eine Minute vor Ende des zweiten Drittel bot sich noch einmal die Chance zum 1:2. Nach einem Schuss von René Kramer scheiterte Sami Kaartinen im Nachschuss knapp. Nach 40 Minuten stand es 0:2 aus Dresdner Sicht.
3. Drittel
Wieder erwischten die Eislöwen einen guten Auftakt. Nach fünfzig Sekunden scheiterte Sami Kaartinen wieder nur knapp an Martinovic. Er lief allein über die linke Seite. Den Nachschuss verpasste Patrick Jarrett.
In der 44. Minute musste René Kramer auf die Strafbank und kassierte zwei Minuten für Haken. Doch auch das dritte Unterzahlspiel überstanden die Eislöwen souverän. Als die Eislöwen gerade wieder komplett waren, hatte Kapitän Stefan Mann die Riesenchance, aber auch er scheiterte am Gästegoalie. In der 47. Minute erhöhten die Steelers auf 3:0 und wieder war es ein Fehler in der Dresdner Hintermannschaft. Thomas Göbel hatte sich vors Dresdner Tor geschlichen und brauchte nach Zuspiel von André Geipel nur noch den Schläger hinzuhalten. Kellen Briggs hatte wieder keine Abwehrchance.
Die Eislöwen reagierten aggressiv auf den dritten Gästetreffer. Mehrere gute Chancen wurden ausgelassen. Die beste hatte Alexej Dmitriev, aber Sinisa Martinovic konnte mit einer starken Parade abwehren. Ab diesem Moment spielten nur noch die Eislöwen. Die Gäste verlegten sich auf schnelle Konter. Einen dieser Gegenstöße nutzten sie in der 54. Minute zum 0:4 aus Dresdner Sicht, ausgerechnet der ehemalige Dresdner Greg Schmidt machte den vierten Treffer. Aber auch nach diesem Tor drängten die Eislöwen weiter nach vorn. Doch ein Tor war ihnen heute nicht vergönnt, da entweder der letzte Pass nicht ankam oder das Glück im Abschluss fehlte. Für Aufregung in den letzten fünf Minuten sorgte noch einmal Kellen Briggs, der das Spiel schnell machen wollte. Er verließ sein Tor und passte an die gegnerische blaue Linie, wo sich ein Gästeverteidiger die Scheibe sicherte. Der folgende Direktschuss von Geipel verfehlte das leere Dresdner Tor dann knapp. In den finalen fünf Minuten passierte nicht mehr viel. Die Steelers zogen sich zurück und die Eislöwen verpassten den Ehrentreffer.
Fazit
Durch zwei grobe Abspielfehler brachten sich die Eislöwen selbst auf die Verliererstraße. Kampfgeist und Einsatz stimmten, aber spätestens bei Sinisa Martinovic war Endstation.
Trainerstimmen
Christian Brittig: Ich denke, dass wir heute taktisch und von den Zweikämpfen her ein sehr gutes Spiel abgeliefert haben. Alles was wir uns vorgenommen haben, haben wir umsetzen können. Das ist beim Torwart losgegangen bis hin zum dritten Sturm. Ich denke, wir haben die ersten zwei Drittel dominiert, im letzten Drittel hat dann Dresden den Druck erhöht. Bei uns sind vier Spieler angeschlagen, von daher bin ich sehr zufrieden, ein grosses Kompliment an die Mannschaft.
Thomas Popiesch: Bietigheim steht in der neutralen Zone fast perfekt. Wir haben es nicht geschafft, kontinuierlich ins Drittel reinzukommen, hatten auch viele Scheibenverluste, unsere vorgezogenen Weihnachtsgeschenke hat Bietigheim gnadenlos ausgenutzt. Es ist sehr schwer, bei dieser Mannschaft einem Rückstand hinterher zu laufen. Wir haben versucht, im letzten Drittel den Druck noch einmal zu erhöhen , haben aber das Tor nicht getroffen, haben das Tor nicht machen können. Da war dann vielleicht auch ein bißchen Frustration, wir haben immer mehr aufgemacht und Bietigheim hat dann die Chancen genutzt. Mit der Mithilfe und mit ihrer Taktik haben sie das Spiel auch verdient gewonnen. Ich kann der Mannschaft auch keinen grossen Vorwurf machen, wir sind teilweise noch nicht soweit. Aber man hat gesehen, die Moral war intakt, sie wollten dem Spiel jederzeit noch eine Wende geben, das hat aber heute nicht geklappt. Wir sind ein bißchen entäuscht, dass wir keinen Punkt heute holen konnten. Wir müssen uns jetzt darauf blicken, dass wir die nächsten Spiele wieder konzentrierter arbeiten und dann werden wir auch wieder Heimspiele gewinnen. Wir sind da dran, und man sieht ja, dass die Moral jederzeit intakt ist. Bietigheim hat die Weihnachtsgeschenke ausgenutzt, die wir gegeben haben. Ich wünsche Ihnen allen Frohe Weihnachten, und hoffe, dass wir uns am 28. 12. zum Spiel gegen Heilbronn hier wiedersehen.
Torfolge
1. Drittel
SC Bietigheim Steelers - Justin Kelly - (Alexander Serikow, Thomas Goebel), 16:36:00
2. Drittel
SC Bietigheim Steelers - Alexander Serikow - (Dirk Wrobel), 04:41:00
3. Drittel
SC Bietigheim Steelers - Thomas Goebel - (Andreas Geipel, Gregory Schmidt), 07:01:00
SC Bietigheim Steelers - Gregory Schmidt - (Thomas Goebel, Kasper Degn), 13:51:00
Strafen
1. Drittel
Dresdner Eislöwen - Robert Brown - (Behinderung), 2 MIN, 00:26:00
Dresdner Eislöwen - Jari Pietsch (FL) - (Haken), 2 MIN, 12:00:00
2. Drittel
SC Bietigheim Steelers - Dominik Hammer - (Spielverzögerung), 2 MIN, 07:52:00
3. Drittel
Dresdner Eislöwen - Rene Kramer (FL) - (Haken), 2 MIN, 03:15:00
Dresdner Eislöwen
| Nr. | Name | T | A | GP | Str. |
| 4 | Nico Pyka | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 8 | Danny Pyka | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 9 | Jason Miller | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 10 | Sami Kaartinen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 12 | Robert Brown | 0 | 0 | 0 | 2 |
| 14 | Alexander Oblinger (FL) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 15 | Mike Vannelli | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 19 | Patrick Jarrett | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 25 | Rene Kramer (FL) | 0 | 0 | 0 | 2 |
| 27 | Jari Pietsch (FL) | 0 | 0 | 0 | 2 |
| 34 | Kellen Briggs | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 41 | Kai Kristian | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 42 | Alexej Dmitriev (FL) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 55 | Benjamin Hüfner (FL) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 72 | Patrick Strauch | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 89 | Björn Bombis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 90 | Stefan Mann | 0 | 0 | 0 | 0 |
SC Bietigheim Steelers
| Nr. | Name | T | A | GP | Str. |
| 4 | Doug Andress | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5 | Rene Schoofs | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 6 | Maximilian Seyller | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 8 | Pascal Schoofs | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 9 | Kasper Degn | 0 | 1 | 1 | 0 |
| 11 | Thomas Goebel | 1 | 2 | 3 | 0 |
| 16 | Dominik Hammer | 0 | 0 | 0 | 2 |
| 21 | Andreas Geipel | 0 | 1 | 1 | 0 |
| 22 | Stephane Robitaille | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 23 | Sinisa Martinovic | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 27 | Justin Kelly | 1 | 0 | 1 | 0 |
| 37 | Martin Morczinietz | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 39 | Marcel Neumann | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 44 | Dirk Wrobel | 0 | 1 | 1 | 0 |
| 55 | Alexander Serikow | 1 | 1 | 2 | 0 |
| 56 | Heiko Smazal | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 71 | Viktor Beck | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 72 | Gregory Schmidt | 1 | 1 | 2 | 0 |
| 83 | Marc Wittfoth | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 89 | Stefan Schrimpf | 0 | 0 | 0 | 0 |
Torhüter
| Nr. | Name | MIN | Schüsse | SV |
| 34 | Kellen Briggs | 60:00:00 | 4 | 0 |
| 41 | Kai Kristian | 00:00:00 | 0 | 0 |
Torhüter
| Nr. | Name | MIN | Schüsse | SV |
| 23 | Sinisa Martinovic | 60:00:00 | 0 | 0 |
| 37 | Martin Morczinietz | 00:00:00 | 0 | 0 |
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