Spielbericht - Dresdner Eislöwen - SC Riessersee
| 1 | 2 | 3 | V | Endstand | |
| Dresdner Eislöwen | 0 | 2 | 1 | 1 | 4:3 |
| SC Riessersee | 0 | 1 | 2 | 0 |
Datum:
07.02.2010 - 16:00 Uhr
2806 Zuschauer
Linienrichter:
Sascha Dierberg
Alexander Witting
Spielbericht
Gelungenes Heimdebüt für Jesse Baraniuk! Die Dresdner Eislöwen gewinnen mit 4:3 nach Verlängerung (0:0; 2:1; 1:2; 1:0) gegen den Tabellensechsten aus Garmisch-Partenkirchen. Für die Eislöwen waren Sami Kaartinen, Alexej Dmitriev, Björn Bombis (2) und Danny Pyka erfolgreich.
2806 Zuschauer feierten den Familientag und zwei Punkte für die Eislöwen
Vor dem Spiel
Die Eislöwen mussten heute neben Dominik Bielke und Daniel Weiß, die für die Eisbären Berlin aufliefen, auch auf Mike Vannelli verzichten, der wegen seiner Spieldauerdisziplinarstrafe vom Freitag aussetzen musste. Dafür kam Neuzugang Jesse Baraniuk zu seinem Heimdebüt.
1. Drittel
Bereits nach zehn Sekunden hatten die Gäste aus Garmisch-Partenkirchen die erste Chance, doch Kellen Briggs war von der ersten Sekunde an hellwach. Die Eislöwen brauchten etwas länger um ins Spiel zu kommen. Den ersten Schuss auf das Gehäuse von Mark McArthur gab Steve Hanusch in der dritten Minute ab. Doch die Nummer Eins der Gäste parierte ohne Probleme.
Die ersten fünf Minuten tasteten sich beide Teams ab und versuchten Fehler des Anderen zu nutzen, Höhepunkte blieben jedoch aus.
In Spielminute sieben hatte Max Schmidle eben nach einem groben Abwehrschnitzer der Gäste die Chance aufs 1:0 und den damit verbundenen Teddy-Bear-Toss. Er schnappte sich hinter dem Gästetor den Puck lief vors Tor, aber sein Schuss ging knapp über die Querlatte. Das hätte das 1:0 sein müssen.
In der achten Minute gingen die Gäste das erste Mal in Überzahl. Die Eislöwen überstanden die zweiminütige Unterzahl aber ohne größere Chancen zuzulassen.
Die ersten zehn Spielminuten waren von zwei nervösen Teams geprägt, die kaum spielerische Akzente setzen konnten. Vor allem den Dresdnern war dies anzumerken.
Die letzten fünf Minuten im ersten Drittel waren die Eislöwen in Überzahl. Doch auch im Powerplay konnten die Eislöwen kein Tor erzielen. Es reichte nur zu kleineren Chancen. Mit 0:0 ging es in die erste Drittelpause.
2. Drittel
Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts versuchten die Eislöwen das 1:0 zu erzielen, doch die Gästeabwehr hielt noch stand.
In der 23. Minute war der Bann gebrochen. Sami Kaartinen bekam vorm Gästetor den Puck zugespielt, legte die Scheibe auf die Rückhand und versenkte sie zum 1:0 für die Dresdner. Beim 33. Saisontor des Finnen regnete es dann unzählige Kuscheltiere von den Rängen.
In derselben Minute musste dann Patrick Pohl in die Kühlbox. Er war an der blauen Linie weggerutscht und konnte den Gästekonter nur durch ein Foul stoppen. Die Gäste nutzten diesmal ihr Überzahlspiel in der 33. Minute. Nach einem Querpass vor Kellen Briggs Tor hatte Josef Frank keine Probleme, den Puck im leeren Tor unterzubringen. Die Eislöwen brauchten in der Folge kurz um wieder in ihren Rhythmus zu kommen und dass sie es können bewiesen sie in der 39. Minute. In einem 3 auf 1 Konter konnten die Eislöwen nach Doppelpass zwischen Alexej Dmitriev und Danny Pyka mit 2:1 in Führung gehen. Ein wichtiges Tor kurz vor der Pause, das Selbstvertrauen für das letzte Drittel geben soll. Es ist das zwölfte Saisontor für Alexej Dmitriev.
3. Drittel
Auch im dritten Drittel versuchten die Eislöwen ein schnelles Tor zu erzielen und das in Unterzahl. Doch Max Schmidle scheiterte auf Zuspiel von Eislöwenkapitän Patrick Jarrett. Beide Teams schenkten sich nun nichts mehr und spielten munter nach vorn. Nach fünf Minuten hatten die Gäste eine kurze Drangphase, welche die Eislöwen aber ohne Folgen überstanden. In der 51. Minute fiel dann aber das 2:2. Nach einem Fehler im Dresdner Spielaufbau kamen die Gäste zur Chance. Zunächst konnte Kellen Briggs noch parieren, doch gegen den Nachschuss von Kevin Kapstad war er machtlos. Vom erneuten Ausgleich zeigten sich die Eislöwen unbeeindruckt. Es dauerte nur 26 Sekunden, da hatte Björn Bombis zum 3:2 eingenetzt. Die erneute und aufgrund der starken kämpferischen Einstellung verdiente Führung für die Dresdner. Zwei Minuten später hatten Sami Kaartinen und Max Schmidle die Doppelchance zu erhöhen, aber Mark McArthur hielt heute fast alles.
In der 57. Minute musste dann Rob Brown wegen Beinstellens in die Kühlbox, eine zweifelhafte Entscheidung, des sonst guten Schiedsrichters Sven Fischer. Nur 45 Sekunden brauchten die Gäste, um nochmals auszugleichen. Brad Self hatte freie Schussbahn und traf mit einem satten Schuss ins Dresdner Gehäuse. Beim 3:3 blieb es nach 60 Minuten. Schade, denn die Eislöwen waren kurz vorm Sieg.
Verlängerung
Die Verlängerung dauerte nur 35 Sekunden. Die Gästeabwehr stand zu defensiv und so bekam Danny Pyka die Einschusschance. Der Eislöwenverteidiger ließ sich nicht zweimal bitten und netzte zum 4:3 Siegtreffer ein. Allen Spielern und Fans war die Erleichterung anzusehen. Das gesamte Team lief geschlossen zu Danny Pyka um den Siegtorschützen zu feiern.
Fazit
Ein durchaus verdienter Sieg für die Dresdner Eislöwen über den SC Riessersee. 2806 Zuschauer sahen viele Maskottchen, sieben Tore und den richtigen Sieger. Ein wichtiger Schritt in Richtung Pre-Playoffs ist damit getan und nun gilt es am kommenden Freitag gegen die Hannover Indians nachzulegen.
Trainerstimmen:
Ron Chyzowski ( in Vertetung des nach Amerika gereisten Maurizio Mansi):
Dresden hat uns mit hohem Tempo ein hartes Spiel geliefert. Wir haben einige Zeit gebraucht, um in das Spiel zu kommen. Nach 60 Minuten müßen wir sehr zufrieden sein, einen Punkt zu bekommen. Im letzten Drittel haben wir ordentlich gespielt, wir haben nie aufgehört zu kämpfen. Der eine Punkt war verdient, aber den Sieg verdient heute Dresden. Glückwunsch zum Sieg und zu den zwei Punkten.
Thomas Popiesch:
Die kleine Mannschaft, die wir heute hatten, hat wirklich sehr gut gearbeitet. Sie hat viel Bereitschaft gezeigt auf dem Eis, hat sich viele Torchancen heraus gearbeitet, immer mit dem Ziel, heute hier den Sieg zu schaffen. Mit dem Familientag heute und der Zuschauerkulisse heute war es ein voller Erfolg, zum Schluss hat es auch für uns ein Happy End gegeben. Wir hätten natürlich lieber die drei Punkte genommen, aber man muß auch die Stärken vom Gegner anerkennen.Gerade in Überzahl haben sie sehr gut gespielt, geduldig und mit einem guten Abschluss. Ich bin zufrieden mit dem Sieg heute, er wird der Mannschaft wieder Selbstvertrauen geben, dass wir die nächsten Aufgaben dementsprechend anpacken können.
Frage: Die Fans sind heute die ersten 30 Minuten still gewesen. Was hast du für ein Gefühl dabei, wie war die Reaktion der Mannschaft?
Die Fans haben ein Recht dazu, ihre Meinung zu äußern. Wenn sie unzufrieden sind, heißt das, dass auf dem Eis nicht alles 100%ig läuft. Aber wir sind sehr bemüht, und das hat man ja auch heute wieder gesehen, dass die Mannschaft zeigen will, dass sie um jeden Zentimeter Eis fightet. Diese Aktion muß man den Fans zugestehen, aber ab der 30. Minute haben sie dem gesamten Familientag auch mit den Plüschtieren werfen eine Athmosphäre gegeben, wo jeder heute zufrieden geht.
Frage: Man hat die Mannschaft heute kämpfen sehen. Wie ist da die 7:1 Niederlage in Landshut zu erklären, war der Gegner so deutlich besser?
Wir mußten an diesem Tag die Überlegenheit von Landshut gerade im Powerplay anerkennen. Wir haben mit einer kleinen Bank gespielt, viele Srafzeiten bekommen, 35 Strafminuten, das hat sehr viel Energie gekostet. Im Gegensatz zum Spiel gegen München, als wir den Schritt ausgelassen haben, haben wir ihn gegen Landshut nicht ausgelassen, und wurden bestraft mit Strafzeiten und eben einem sehr guten Powerplay von Landshut. Das Ergebnis hört sich nach einer Klatsche an, aber so war das Spiel nicht, deswegen kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sondern muss das Positive rausziehen, dass sie sich wieder berappelt hat und heute den Sieg geholt hat.
Torfolge
1. Drittel
es wurde kein Tor erzielt
2. Drittel
Dresdner Eislöwen - Sami Kaartinen - (Max Schmidle, Patrick Jarrett), 02:50:00
SC Riessersee - Josef Frank (Überzahl Tor) - (Rainer Suchan, Tim Regan), 12:15:00
Dresdner Eislöwen - Alexej Dmitriev (FL) - (Danny Pyka, Björn Bombis), 18:22:00
3. Drittel
SC Riessersee - Kevin Kapstad - (Tim Regan, Brad Self), 10:36:00
Dresdner Eislöwen - Björn Bombis - (Alexej Dmitriev (FL), Laurin Braun (FL)), 11:02:00
SC Riessersee - Brad Self (Überzahl Tor) - (Kevin Kapstad, Rainer Suchan), 17:27:00
Verlängerung
Dresdner Eislöwen - Danny Pyka - (Patrick Jarrett, Benjamin Hüfner (FL)), 00:35:00
Strafen
1. Drittel
Dresdner Eislöwen - Alexej Dmitriev (FL) - (Beinstellen), 2 MIN, 07:38:00
SC Riessersee - Rainer Suchan - (Beinstellen), 2 MIN, 15:01:00
SC Riessersee - Mark McArthur - (Beinstellen), 2 MIN, 16:59:00
SC Riessersee - Tim Regan - (Hoher Stock), 2 MIN, 19:33:00
2. Drittel
SC Riessersee - Garett Bembridge - (Stock-Check), 2 MIN, 09:09:00
Dresdner Eislöwen - Patrick Pohl (FL) - (Stock-Check), 2 MIN, 10:43:00
Dresdner Eislöwen - Sami Kaartinen - (Behinderung), 2 MIN, 19:42:00
3. Drittel
Dresdner Eislöwen - Robert Brown - (Beinstellen), 2 MIN, 16:42:00
Dresdner Eislöwen
| Nr. | Name | T | A | GP | Str. |
| 5 | Jesse Baraniuk | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 8 | Danny Pyka | 1 | 1 | 2 | 0 |
| 10 | Sami Kaartinen | 1 | 0 | 1 | 2 |
| 12 | Robert Brown | 0 | 0 | 0 | 2 |
| 14 | Alexander Oblinger (FL) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 17 | Max Schmidle | 0 | 1 | 1 | 0 |
| 18 | Laurin Braun (FL) | 0 | 1 | 1 | 0 |
| 19 | Patrick Jarrett | 0 | 2 | 2 | 0 |
| 20 | Markus Ziesche | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 28 | Patrick Pohl (FL) | 0 | 0 | 0 | 2 |
| 34 | Kellen Briggs | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 41 | Kai Kristian | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 42 | Alexej Dmitriev (FL) | 1 | 1 | 2 | 2 |
| 44 | Steve Hanusch (FL) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 55 | Benjamin Hüfner (FL) | 0 | 1 | 1 | 0 |
| 72 | Patrick Strauch | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 89 | Björn Bombis | 1 | 1 | 2 | 0 |
SC Riessersee
| Nr. | Name | T | A | GP | Str. |
| 1 | Mark McArthur | 0 | 0 | 0 | 2 |
| 7 | Tim Regan | 0 | 2 | 2 | 2 |
| 8 | Nicolas Dumoulin | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 13 | Marcus Sommerfeld | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 14 | Patrick Zimmermann | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 17 | George Kink | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 18 | Brad Self | 1 | 1 | 2 | 0 |
| 19 | Josef Lehner | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 24 | Josef Frank | 1 | 0 | 1 | 0 |
| 29 | Florian Vollmer | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 33 | Sebastian Weiß | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 41 | Garett Bembridge | 0 | 0 | 0 | 2 |
| 47 | Rainer Suchan | 0 | 2 | 2 | 2 |
| 51 | Kevin Kapstad | 1 | 1 | 2 | 0 |
| 57 | Troy Bigam | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 67 | Bernhard Ebner | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 79 | Andrew McPherson | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 81 | Markus Gleich | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 89 | Michael Rimbeck | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 91 | Justin Zilla | 0 | 0 | 0 | 0 |
Torhüter
| Nr. | Name | MIN | Schüsse | SV |
| 34 | Kellen Briggs | 60:35:00 | 3 | 0 |
| 41 | Kai Kristian | 00:00:00 | 0 | 0 |
Torhüter
| Nr. | Name | MIN | Schüsse | SV |
| 1 | Mark McArthur | 60:35:00 | 4 | 0 |
| 33 | Sebastian Weiß | 00:00:00 | 0 | 0 |




