Harter Kampf beschert Punkt beim Tabellenführer
Für die Dresdner Eislöwen führte die Reise am Freitag zum Tabellenführer ERC Ingolstadt. Neben den bereits bekannten Ausfällen mussten krankheitsbedingt auch Tomas Sykora und Simon Karlsson passen. Dafür kehrte Matthias Pischoff ins Line-up zurück. Im Tor begann Janick Schwendener.
Die ersten Chance gehörte den Gastgebern, doch wenig später kamen auch die Sachsen zu einer guten Möglichkeit, scheiterten jedoch an Ingolstadts Schlussmann Brett Brochu. In der sechsten Minute bekamen die Panther die erste Strafe, doch ausgerechnet in Unterzahl gelang ihnen der Führungstreffer: Myles Powell vollendete einen Konter zum 1:0. Kurz darauf wanderte Trevor Parkes wegen eines Stockchecks in die Kühlbox, sodass es mit Vier gegen Vier weiterging. Die Eislöwen erspielten sich in Folge Möglichkeiten, konnten Brochu aber nicht überwinden. In der 16. Minute kassierte Alec McCrea eine Strafe wegen Haltens, wenige Sekunden später folgte Bruno Riedl aufgrund einer Spielverzögerung. Das daraus resultierende doppelte Unterzahlspiel verteidigte Dresden stark und ließ auch im Anschluss keinen weiteren Gegentreffer zu. Mit dem knappen 1:0 für Ingolstadt ging es schließlich in die erste Pause.
Im Mitteldrittel hatten zunächst die Gäste eine Chance, aber diese blieb ohne Erfolg. Der ERC nutzte hingegen seine Möglichkeit eiskalt und Kenny Agostino (25.) baute die Führung aus. Die Dresdner gaben sich nicht auf, erspielten sich Torgelegenheiten, aber zunächst blieb es bei dem Spielstand. Dabei wurde auch ein vermeintliches Dresdner Tor überprüft. Die On-Ice-Entscheidung „Kein Tor“ blieb aufgrund einer Torhüterbehinderung bestehen. In Minute 31 jubelten dann die Sachsen und Andrew Yogan traf zum Anschluss. Wenig später gab es einen unglücklichen Zusammenprall zwischen Sebastian Gorcik und Parkes, der das Eis dann verletzungsbedingt verlassen musste und das Spiel auch nicht beendete. In der verbleibenden Zeit im Mittelabschnitt hatten die Gäste Chancen zum Ausgleich, aber sie brachten den Puck nicht im Tor unter. Somit stand es nach 40 Minuten 2:1 für die Panther.
Im Schlussabschnitt kamen die Eislöwen zu einem Powerplay, da Riley Barber wegen Haltens pausierte, ein Tor fiel jedoch nicht. Doch wenig später jubelten die Sachsen, denn Dane Fox (48.) markierte den Ausgleich. Kurz darauf musste bei den Hausherren Luca Hauf nach einem Halten in die Kühlbox, aber es blieb bei dem Spielstand. Ingolstadt versuchte schnell zu antworten und agierte druckvoll, aber die Dresdner hielten diesem Stand, verteidigten gut und Schwendener agierte stark zwischen den Pfosten. Bis zum Drittelende fiel kein Tor mehr und es ging in die Verlängerung. In der Overtime sorgte Agostino für den Ingolstädter Siegtreffer. Die Eislöwen konnten jedoch einen Punkt mit nach Dresden nehmen.
„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, sie hat heute ein tolles Spiel geliefert und sich für den Kampf zumindest mit einem Punkt belohnt. Auf dieser Leistung können wir aufbauen, nun wollen wir am Sonntag zuhause gegen München darauf aufbauen,“ sagte Interimscheftrainer Petteri Kilpivaara nach der Partie.


