Bittere Niederlage in Iserlohn
Am Freitagabend stand der 27. Spieltag auf dem Programm und die Dresdner Eislöwen gastierten bei den Iserlohn Roosters. Neben den bereits bekannten verletzten Spielern fehlte diesmal krankheitsbedingt auch David Suvanto; zudem waren Ricardo Hendreschke und Matthias Pischoff nicht im Line-up. Im Tor begann Jussi Olkinuora. Die erste Chance der Partie gehörte den Hausherren, doch der finnische Schlussmann der Eislöwen war mit der Fanghand zur Stelle. In der vierten Minute boten sich dann die ersten Möglichkeiten für die Sachsen, doch entweder war noch ein Iserlohner Schläger dazwischen oder der Puck verfehlte das Tor knapp. Kurz darauf gab es die erste Strafe der Begegnung und Iserlohns Lua Niehus musste aufgrund einer übertriebenen Härte auf die Strafbank. Im anschließenden Powerplay brauchten die Eislöwen lediglich neun Sekunden, bis Trevor Parkes (6.) die Scheibe zur Führung einnetzte. Die Roosters versuchten daraufhin den Ausgleich zu erzielen, dabei hatte Maximilian Eisenmenger eine gute Gelegenheit, doch Olkinuora parierte. Auf der Gegenseite nutzte Dresden seine Chancen. Emil Johansson (13.) verwertete seinen eigenen Abpraller zum 2:0. Die Sauerländer reagierten darauf mit einer Auszeit. Nur wenig später, immer noch in der 13. Minute, erhöhte Austin Ortega die Führung der Elbestädter. Als anschließend Colin Ugbekile wegen Haltens eine Strafe kassierte, bot sich den Gästen erneut ein Überzahlspiel, ein Tor fiel nicht. In der Schlussminute des ersten Drittels musste Parkes nach einem Stockschlag in die Kühlbox. Die Dresdner verteidigten jedoch konzentriert bis zur Sirene, sodass es mit einer 3:0-Führung in die erste Pause ging. Für Bruno Riedl war zudem die Partie verletzungsbedingt beendet.
Zu Beginn des Mitteldrittels agierten die Hausherren noch über eine Minute mit einem Mann mehr, die Sachsen verhinderten aber einen Treffer. Kurz darauf kassierte Iserlohns Eirik Salsten eine Strafe wegen Bandenchecks, die Sachsen konnten aus dem Überzahlspiel jedoch kein Kapital schlagen. Eislöwe Johansson erhielt wenig später wegen eines Stockschlags zwei Minuten. Die Roosters nutzten das Powerplay durch den Treffer von Tyler Boland (30.). Danach folgte die nächste Strafe gegen Dresden und Sebastian Gorcik pausierte wegen eines Stockchecks. Kurz vor Ablauf der Strafe musste auch Lance Bouma nach einem Haken auf der Strafbank Platz nehmen. Die Eislöwen waren gerade wieder vollzählig, da musste Simon Karlsson nach einem hohen Stock in die Kühlbox, aber auch dieses Unterzahlspiel überstanden die Sachsen. In Folge fiel kein Tor, sodass es nach 40 Minuten weiterhin 3:1 für Dresden stand.
Im Schlussdrittel hatte Eislöwe Alec McCrea eine gute Möglichkeit, aber Roosters-Goalie Andreas Jenike war zur Stelle. Auf der Gegenseite glänzte Olkinuora mit einem starken Save. Als die 48. Minute lief, traf Iserlohns Boland zum Anschluss. Der Treffer wurde mittels Videobeweis bestätigt. Die Sauerländer nutzten eine weitere Chance und Hendrik Törnqvist markierte in der 54. Minute den Ausgleich, welcher ebenfalls mittels Videobeweis bestätigt wurde. Die Antwort der Sachsen folgte prompt und Ortega (55.) brachte die Eislöwen wieder in Führung. Doch auch die Roosters konterten und Daniel Fischbuch (57.) erzielte den erneuten Ausgleich. Kurz darauf fiel durch Iserlohns Christian Thomas die Führung. Dresden versuchte noch einmal alles und nahm den Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis – aber ohne Erfolg. Am Ende sicherte sich Iserlohn den 5:4-Sieg.
Gerry Fleming, Cheftrainer Dresdner Eislöwen: „Wir haben ein sehr gutes erstes Drittel gespielt, dabei aber auch Bruno Riedl verletzungsbedingt verloren, sodass wir nur noch mit fünf Verteidigern weiterspielen konnten. Das und die vielen Strafen im Mitteldrittel haben uns Kraft gekostet. Iserlohn ist dann stark zurückgekommen. Unsere Mannschaft hatte gekämpft und wir hätten Punkte verdient, das war leider nicht der Fall.“


