Sportlicher Abstieg nach deutlicher Niederlage besiegelt
Mit der Auswärtsniederlage beim Tabellenführer, den Kölner Haien, ist der sportliche Abstieg der Dresdner Eislöwen aus der PENNY DEL rechnerisch nicht mehr abzuwenden. Auch wenn die Chance auf den Klassenerhalt zuletzt nur noch theoretischer Natur war, ist mit dem Spiel in Köln nun Gewissheit eingetreten.
Nach der Olympiapause stand für die Blau-Weißen am Mittwochabend genau diese schwierige Aufgabe in Köln auf dem Programm – gegen den Tabellenführer. Nicht im Line-up standen Felix Krüger, Emil Johansson und Matthias Pischoff. Als Eislöwen-Kapitän fungierte Niklas Postel. Im Tor stand Jussi Olkinuora, der in der vierten Minute gleich zwei gute Chancen der Haie parierte.Wenig später folgte die erste Strafe der Partie und Kölns Maximilian Glötzl musste wegen Stockschlags auf die Strafbank, doch das Dresdner Überzahlspiel blieb ungenutzt. Kaum waren die Haie wieder komplett, brachte Tanner Kero (9.) seine Mannschaft mit einem abgefälschten Schuss in Führung. Kurz darauf verhinderte Olkinuora mit einer Parade den nächsten Kölner Treffer. In der 16. Minute spielte Rourke Chartier einen Pass auf Austin Ortega, dessen Abschluss jedoch knapp am Tor vorbeiging. Kurz darauf erhielt Haie-Spieler Jan-Luca Sennhenn nach einem hohen Stock mit Verletzungsfolge eine Zwei-plus-Zwei-Strafe. Doch in eigener Unterzahl konterten die Gastgeber und Ryan MacInnis (18.) traf zum 2:0. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Pause.
Im Mittelabschnitt baute Kero in der 24. Minute die Führung weiter aus. Daraufhin gab es einen Wechsel auf der Torhüter-Position. Für Olkinuora stand nun Janick Schwendener zwischen den Pfosten. Aber auch er konnte den nächsten Treffer nicht verhindern. Es war Nate Schnarr, der den Puck in Minute 25 einnetzte. Wenig später hatte Ortega die Chance zu verkürzen, aber Haie-Goalie Janne Juvonen war zur Stelle. Es folgte die erste Strafe aufseiten der Gäste und Justin Braun pausierte wegen Stockschlags. Die Sachsen verteidigten konsequent und überstanden das Unterzahlspiel ohne Gegentreffer. Als die 33. Minute lief, netzte Ricardo Hendreschke die Scheibe für die Eislöwen ein. Nach einem Stockcheck musste Dresdens Bruno Riedl auf der Strafbank Platz nehmen. Die Hausherren nutzten das Powerplay und Louis-Marc Aubry (36.) traf zum 5:1 für Köln. Patrick Russel (39.) und Schnarr (40.) erhöhten auf 7:1 und mit diesem Ergebnis für die Haie ging es in die nächste Pause.
Im Schlussdrittel waren 15 Sekunden absolviert, da traf Trevor Parkes für die Dresdner Eislöwen. Nach einem unsportlichen Verhalten folgte auf beiden Seiten je eine Strafe – Kölns Brady Austin und Dresdens Sebastian Gorcik gingen in die Kühlbox. In Minute 52 kassierte Parkes eine Strafe wegen Stockschlags, das Unterzahlspiel überstanden die Elbestädter. Nach einer Behinderung musste Parkes erneut in die Kühlbox, ein Treffer fiel nicht. Somit gewann Köln mit 7:2 und der sportliche Abstieg war besiegelt.
Maik Walsdorf, Geschäftsführer Dresdner Eislöwen: „Es ist absolut schmerzhaft, auch jetzt noch Minuten nach dem Spiel – es ist ein Stich ins Herz. Dieser sportliche Abstieg ist für jeden Einzelnen eine Katastrophe. Wir haben heute noch einmal klar aufgezeigt bekommen, wo unsere Grenzen liegen. Ich möchte mich im Namen der Dresdner Eislöwen bei unseren Fans und Unterstützern bedanken. Was sie in dieser Saison geleistet haben, ist alles andere als selbstverständlich. Dieser Zusammenhalt macht den Standort Dresden aus. Heute dürfen wir traurig sein, heute dürfen Tränen fließen. Aber wir werden die Ärmel hochkrempeln und ab morgen den Blick nach vorn richten. Wir gehen die DEL2 mit voller Entschlossenheit an – mit dem klaren Ziel, wieder erfolgreich Eishockey zu spielen.“


