Eislöwen unterliegen in Memmingen

Eislöwen unterliegen in Memmingen

Die Dresdner Eislöwen bestritten am Sonntagabend ihr erstes Auswärtsspiel der neuen DEL2-Saison. Zwei Tage nach dem Auftakt gegen Kassel war die Mannschaft von Cheftrainer Bo Šubr beim Aufsteiger ECDC Memmingen Indians gefordert. Personell mussten die Blau-Weißen weiterhin auf Simon Karlsson, Jacob Ficenec, Sebastian Gorcik, Connor Korte und Janick Schwendener verzichten. Karl Gärtner spielte für Leipzig und Ivan Komirist für die U20.

Im ersten Drittel erarbeiteten sich die Eislöwen nach und nach mehr Spielanteile und Abschlüsse, aber die ganz großen Chancen blieben aus. In der neunten Minute mussten die Dresdner erstmals in Unterzahl agieren. Gregory Kreutzer erhielt zwei Strafminuten wegen Behinderung, die Eislöwen überstanden das erste Powerplay der Gastgeber jedoch schadlos. Wenig später folgte die nächste Strafe gegen Dresden: David Suvanto musste wegen Stockschlags auf die Strafbank. Dieses Mal nutzten die Indians ihre Überzahl. Watson zog von der blauen Linie ab, Genaro hielt den Schläger in den Schuss und fälschte den Puck unhaltbar für Fabian Hegmann ab.

Auch danach kamen die Sachsen zu ihren Möglichkeiten. In der 14. Minute bot sich erstmals die Gelegenheit im Powerplay, nachdem Krymski Eislöwen-Kapitän Dane Fox zu Fall gebracht hatte. Die Überzahl währte allerdings nur kurz, denn wenig später musste auch Adam Helewka wegen Beinstellens vom Eis. In Folge konnte kein Treffer erzielt werden, sodass es mit der knappen Führung für die Hausherren in die Pause ging.

 

Im zweiten Drittel nahm die Partie deutlich an Fahrt auf – allerdings zunächst mit Vorteilen für die Gastgeber. Memmingen kam direkt nach Wiederbeginn zu guten Möglichkeiten, doch Fabian Hegmann hielt die Eislöwen mit starken Paraden im Spiel. Gleichzeitig blieb die Begegnung von zahlreichen Strafzeiten geprägt. Fox musste in der 21. Minute wegen Stockschlags auf die Strafbank, kurz darauf erwischte es auch die Indians. Dresden bekam dadurch die große Gelegenheit, in doppelter Überzahl zum Ausgleich zu kommen. Zunächst hielt Memmingen dagegen, doch nachdem die erste Strafe abgelaufen war, schlugen die Eislöwen im einfachen Powerplay zu: Adam Helewka brachte die Scheibe zum Tor, Alec Ahlroth fälschte entscheidend ab und der Puck rutschte über den Innenpfosten über die Linie.

Die Freude über den Ausgleich währte allerdings nur kurz. Nach einer Strafe gegen Bruno Riedl nutzte Memmingen einen schnellen langen Pass während des Dresdner Wechsels und Nick Maul stellte in Überzahl auf 2:1. Wenig später mussten die Eislöwen erneut in Unterzahl ran, überstanden diese Phase aber ohne Gegentreffer. Danach übernahm Dresden zunehmend die Initiative. In der 30. Minute bot sich den Eislöwen das nächste Powerplay, und auch bei fünf gegen fünf blieben die Gäste anschließend am Drücker. Der verdiente Lohn folgte in der 33. Minute: Direkt nach dem Bully zog Fox ab. Die Schiedsrichter entschieden zunächst auf Tor und überprüften die Szene anschließend noch einmal per Videobeweis. Die Entscheidung hatte Bestand – 2:2.

Die Eislöwen blieben nach dem erneuten Ausgleich die aktivere Mannschaft und drängten auf die erstmalige Führung. Den Treffer erzielten jedoch die Gastgeber: Brassard bekam zu viel Platz und traf in der 36. Minute zum 3:2 für Memmingen. Damit gehen die Eislöwen trotz eines offensiv deutlich stärkeren zweiten Abschnitts mit einem knappen Rückstand in die zweite Pause.

 

Die Eislöwen kamen mit viel Druck aus der Kabine und suchten den Ausgleich. In der 42. Minute mussten die Dresdner zunächst eine Unterzahlsituation überstehen. Kurz darauf folgte der nächste Rückschlag: Nach einem Zuordnungsfehler in der Defensive erhöhte Memmingen in der 45. Minute auf 4:2. Dresden gab sich jedoch nicht geschlagen, erhöhte noch einmal das Tempo und drängte die Indians zunehmend in die eigene Zone. In der Schlussphase gelang der Anschluss: Tomas Andres nahm Maß und traf in der 55. Minute zum 3:4. Die Eislöwen warfen anschließend noch einmal alles nach vorn. Der Ausgleich wollte trotz des Drucks nicht mehr fallen. So blieb es beim 3:4 und die Eislöwen mussten sich knapp geschlagen geben.

 

„Memmingen hat heute gut gearbeitet und uns das Leben schwer gemacht. Gleichzeitig haben wir, wie schon am Freitag, heute zu viele Fehler gemacht. Das ist nicht das Hockey, das wir zeigen wollen, daran werden wir arbeiten. Es ist nicht das Wochenende, das wir uns vorgestellt haben“, resümiert Eislöwen-Cheftrainer Bo Subr nach der Partie.

Bildmarke der Dresdner Eislöwen in den Clubfarben

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