Eislöwen bejubeln Derbysieg gegen Weißwasser

Eislöwen bejubeln Derbysieg gegen Weißwasser

Zum neunten Spieltag der DEL2 waren die Dresdner Eislöwen am Freitagabend bei den Lausitzer Füchsen gefordert. Im Sachsenderby übernahm Marvin Berbner den Platz im Tor. Verzichten musste das Team von Cheftrainer Bo Šubr auf Drew LeBlanc, Janick Schwendener, Connor Korte, Simon Karlsson, Ivan Komirst und Karl Gärtner.

Die Gastgeber verbuchten durch Tim Heyter die erste Torannäherung, ehe Bruno Riedl auf der Gegenseite erstmals Füchse-Torhüter Anthony Morrone prüfte. Kurz darauf musste der Dresdner Verteidiger wegen Beinstellens auf die Strafbank. In Überzahl netzte Bryan Lemos die Scheibe zur Führung für Weißwasser ein. Dresden versuchte schnell zu antworten Antwort: Oliver Granz verfehlte aus spitzem Winkel knapp den Ausgleich, Ryan MacKinnon scheiterte nach einem abgefangenen Pass mit einem Handgelenkschuss an Morrone. Auch David Suvanto zielte von der blauen Linie knapp vorbei. Auf der Gegenseite hielt Berbner gegen den von Clarke Breitkreuz bedienten Brady stark und verhinderte einen höheren Rückstand. Eine große Ausgleichschance bot sich Jan Nijenhuis in der 13. Minute: Nach Scheibengewinn von Adam Helewka und dem Querpass von Alec Ahlroth verfehlte er das Tor knapp. Die Eislöwen erhöhten den Druck und kamen durch Riedl und Dane Fox zu weiteren Abschlüssen. Nach einem Check von Jacob Schmidt-Svejstrup gegen Suvanto prüften die Unparteiischen das Strafmaß per Video und entschieden auf eine Zweiminutenstrafe. Dresden konnte das folgende Powerplay jedoch nicht nutzen. Auch Helewka fand nach einem Zuspiel von Ricardo Hendreschke in Morrone seinen Meister. Trotz weiterer guter Abschlüsse in den Schlusssekunden ging es mit einem knappen Rückstand die erste Pause.

Die Eislöwen zeigten einen starken Start in den Mittelabschnitt und drehten die Partie innerhalb kurzer Zeit. Eislöwen-Kapitän Fox brachte die Scheibe über die linke Seite ins Angriffsdrittel und bediente den vor das Tor ziehenden Tomas Andres, der zum 1:1 einschob (22.). Nur eine Minute später folgte die Führung. Nach einer Strafe gegen Samuel Schindler wegen hohen Stocks benötigte das Dresdner Powerplay lediglich elf Sekunden. Suvanto zog hinter das Tor und legte auf Ahlroth ab, der zum 2:1 traf (23.). Dresden blieb gefährlich. Bei einem Drei-auf-zwei-Konter wurde Tomas Sykoras Abschluss von Brännstam geblockt (27.). Auf der Gegenseite sicherte Berbner einen verdeckten Schuss von Kretzschmar (28.). Eine Unterzahl nach einer Strafe gegen Granz überstanden die Eislöwen mit guter Defensivarbeit ohne Gegentreffer. In der 33. Minute gelang den Füchsen dennoch der Ausgleich, denn Schmidt-Svejstrup traf ins kurze Eck zum 2:2. Kurz darauf scheiterte Sebastian Gorcik aus kurzer Distanz an Morrone (34.). Nach einer Strafe gegen Helewka wegen Beinstellens musste Dresden erneut in Unterzahl agieren. Dabei bot sich Andres eine Konterchance, doch Brady verhinderte mit seinem Schläger den Abschluss (38.). Kaum wieder komplett, schlugen die Eislöwen zu. Morrone wehrte einen Schuss von Sykora direkt vor die Füße von Tom Knobloch ab, der zum 3:2 abstaubte (39.). Mit dieser 3:2-Führung für Dresden ging es in die zweite Drittelpause.

Im Schlussabschnitt drängten zunächst die Gastgeber auf den Ausgleich. Berbner stoppte ein Solo von David Rundqvist und parierte wenig später eine Direktabnahme von Theodore (43.). Nach einer Strafe gegen Fox wegen hohen Stocks überzeugten die Eislöwen erneut in Unterzahl und ließen die Füchse kaum in ihre Formation kommen. Wieder komplett, verfehlte Helewka nach einem abgefangenen Pass das Tor knapp. In der 48. Minute baute Dresden die Führung aus. Suvanto setzte Sykora in Szene, dessen Schuss aus spitzem Winkel Morrone zum 4:2 durchrutschte. Kurz darauf musste Knaus wegen Hakens auf die Strafbank. Das folgende Powerplay nutzte Helewka, der nach einem Zuspiel von Andres die Scheibe ins kurze Eck unter die Latte setzte (50.). Ahlroth hatte anschließend den nächsten Treffer auf dem Schläger, zielte aber knapp vorbei. Auch in der Schlussphase blieb die Dresdner Defensive gefordert. Nach Strafen gegen Sykora und Schmidt-Svejstrup mussten in der 57. Minute Riedl wegen Behinderung und Knobloch wegen eines Handspiels beim Bully auf die Strafbank. Weißwasser nahm zusätzlich den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Doch die Eislöwen verteidigten auch diese doppelte Unterzahl mit großem Einsatz. MacKinnon warf sich in einen Schuss und blockte die Scheibe, ehe beide Dresdner zurückkehrten (59.). Den Schlusspunkt setzte Nijenhuis. Nach einer Strafe gegen Weißwasser traf er wenige Sekunden vor dem Ende in Überzahl zum 6:2-Endstand (60.). Damit feierten die Eislöwen einen Derbysieg.

Bo Šubr, Cheftrainer der Dresdner Eislöwen: „Wir haben nach dem Rückstand eine gute Reaktion gezeigt und uns viele Chancen erarbeitet. Im zweiten Drittel waren wir dann konsequenter vor dem Tor. Wichtig waren heute auch unsere Special Teams. Wir haben in Überzahl getroffen und die Unterzahlsituationen im letzten Drittel sehr gut verteidigt. Da haben die Jungs füreinander gearbeitet und Schüsse geblockt. Marvin hat uns mit wichtigen Paraden Sicherheit gegeben. Dass sich sechs verschiedene Spieler in die Torschützenliste eintragen, spricht für die Mannschaftsleistung.“

Bildmarke der Dresdner Eislöwen in den Clubfarben

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