Derby-Niederlage in Crimmitschau

Derby-Niederlage in Crimmitschau

Die Dresdner Eislöwen waren am Freitagabend zum ersten Sachsenderby der Saison 2026/27 bei den Eispiraten Crimmitschau zu Gast. Im Line-up gab es dabei einige Veränderungen: Connor Korte, Jacob Ficenec und Janick Schwendener kamen nach ihren Verletzungen zurück. Nicht zur Verfügung standen Simon Karlsson, Sebastian Gorcik und Tom Knobloch. Ivan Komirist und Karl Gärtner liefen unterdessen in Leipzig auf. Vor dem Spiel wurde es zunächst emotional. Die Eispiraten ehrten ihren langjährigen Spieler André Schietzold.

Die Eislöwen zeigten den aktiveren Start in die Partie und verbuchten bereits in der zweiten Minute durch Dane Fox den ersten Abschluss. Kurz darauf bot sich den Gästen die erste Überzahlmöglichkeit, nachdem Crimmitschaus Lutz wegen Spielverzögerung auf die Strafbank musste. Dresden setzte sich im Angriffsdrittel fest und kam durch Tyson Spink, Drew LeBlanc und Fox zu guten Gelegenheiten, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Auf der anderen Seite dauerte es bis zur sechsten Minute, ehe die Eispiraten erstmals gefährlich vor Schwendener auftauchten. Der Dresdner Schlussmann war gegen Wruck zur Stelle und zeigte auch wenig später bei einer weiteren Möglichkeit der Gastgeber einen starken Reflex. Die Blau-Weißen blieben offensiv präsent. Fox sorgte mit zwei Abschlüssen für Gefahr, Hendreschke versuchte es von der blauen Linie und Tylor Spink prüfte Crimmitschaus Torhüter Reich aus der Drehung. Auch Adam Helewka kam kurz vor Drittelende nach Vorarbeit von Alec Ahlroth noch zu einer guten Gelegenheit. Der Puck wollte jedoch nicht über die Linie. So ging es trotz Chancenplus für die Eislöwen torlos in die erste Drittelpause.

Zu Beginn des zweiten Drittels bot sich den Eislöwen früh die nächste Überzahlmöglichkeit. Diese war allerdings bereits nach zehn Sekunden beendet, weil auch Jan Nijenhuis wegen Behinderung auf die Strafbank musste. In der Folge kamen die Gastgeber besser in die Partie. Schwendener war gegen Dietz zur Stelle und verhinderte wenig später auch gegen den frei vor ihm auftauchenden Adams den Rückstand. Auf der anderen Seite setzte sich Sykora durch, scheiterte mit seinem Abschluss aber an Reich. In der 26. Minute mussten die Eislöwen erneut in Unterzahl agieren, nachdem Bruno Riedl zwei Strafminuten wegen eines Kniechecks erhielt. McCormick traf anschließend von der blauen Linie den Pfosten. Kurz darauf gingen die Eispiraten dennoch durch Garth (28.) in Führung. Nur wenig später legten die Gastgeber nach. Dietz zog in der 29. Minute von der blauen Linie ab und traf zum 2:0. Der Treffer wurde per Videobeweis überprüft, hatte anschließend aber Bestand. Die Eislöwen versuchten daraufhin, den Druck wieder zu erhöhen. Fox verfehlte aus spitzem Winkel das Tor, doch der Anschlusstreffer gelang nicht. So ging es mit einem 0:2-Rückstand in die zweite Drittelpause.

Die Eislöwen starteten mit viel Druck in den Schlussabschnitt. Nach einem Fehler der Crimmitschauer Defensive kam Sykora in der 43. Minute zu einer guten Gelegenheit, scheiterte aber an Reich. Wenig später fand Oliver Granz Adam Helewka im Slot, doch erneut war der Torhüter der Gastgeber zur Stelle. In der 45. Minute belohnten sich die Eislöwen schließlich. Vor dem Crimmitschauer Tor wurde um die Scheibe gekämpft, Ahlroth setzte nach und drückte den Puck zum Anschluss über die Linie. Kurz darauf erhielten die Eislöwen nach einem hohen Stock gegen Schmid eine vierminütige Überzahl. Dabei fehlte nicht viel zum Ausgleich: Nach einer sehenswerten Kombination traf Jan Nijenhuis nur den Pfosten.

In der 49. Minute musste Tyson Spink wegen eines Stockschlags auf die Strafbank. Schwendener hielt seine Mannschaft anschließend mit einer starken Parade gegen Lutz im Spiel. Wieder komplett, drängten die Eislöwen weiter auf den Ausgleich und wurden in der 52. Minute belohnt. Bei angezeigter Strafe wurde Gregory Kreutzer am linken Pfosten freigespielt und schob zum 2:2 ein. Doch in der 57. Minute gingen die Eispiraten erneut in Führung. Streu traf mit einem platzierten Schuss zum 3:2. In der Schlussphase gingen die Eislöwen volles Risiko und nahmen Schwendener für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Crimmitschau nutzte die Situation und erhöhte durch Streu ins verwaiste Dresdner Tor auf 4:2. 44 Sekunden vor dem Ende brachte Andres die Mannschaft noch einmal auf 3:4 heran. Für den Ausgleich reichte es in den verbleibenden Sekunden jedoch nicht mehr. Damit mussten sich die Eislöwen im ersten Sachsenderby der Saison mit 3:4 bei den Eispiraten Crimmitschau geschlagen geben.

Bo Šubr, Cheftrainer Dresdner Eislöwen: „Wir haben über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht, uns aber durch zwei einfache Puckverluste selbst in eine schwierige Situation gebracht und lagen 0:2 zurück. Das zieht sich aktuell ein wenig durch unsere Spiele: Wir spielen gut, haben dann aber Phasen, in denen wir nicht bei 100 Prozent sind und bringen uns dadurch selbst in Rückstand. Ab der zweiten Hälfte des zweiten Drittels waren wir wieder besser und haben uns im letzten Drittel verdient zurückgekämpft und den Ausgleich geschafft. Gerade in Crimmitschau ist es schwer, vor das Tor und in die gefährlichen Bereiche zu kommen. Trotzdem haben wir uns viele Chancen erarbeitet, uns hat aber die letzte Konsequenz im Abschluss gefehlt. Der Einsatz war da, die Jungs haben die ganze Woche hart gearbeitet. Wir müssen diese kurzen Phasen mit Fehlern abstellen und weiterarbeiten.“

Bildmarke der Dresdner Eislöwen in den Clubfarben

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