Penaltyniederlage in Bad Nauheim

Penaltyniederlage in Bad Nauheim

Die Dresdner Eislöwen haben das Auswärtsspiel beim EC Bad Nauheim knapp nach Penaltyschießen verloren. In einem torreichen Spiel unterlagen die Blau-Weißen am Ende mit 7:8. Für den verletzten Riku Helenius rückte Nick Jordan Vieregge ins Tor. Zudem konnte Dennis Swinnen wieder auflaufen.

Jordan Knackstedt konnte seine Mannschaft früh in Bad Nauheim in Führung bringen. Der Kapitän setzte Roope Ranta ein, der seinen Gegenspieler stehen ließ und vor dem Tor Knackstedt bediente (5. Minute). Die Freude hielt aber nur 62 Sekunden. Frederic Cabana besorgte das 1:1 für die Gastgeber. Die Eislöwen leisteten sich daraufhin Strafen, kamen aber in Unterzahl zur Doppelchance. Vladislav Filin und Nick Huard konnten aber nicht treffen. Bad Nauheim nutzte das Powerplay dagegen doch noch. James Arniel zog aus der Distanz ab und Thomas Supis lenkte den Puck unglücklich ins eigene Netz (19.). Elf Sekunden später jubelten die Hessen erneut. Leon Köhler spielte den Puck hinter das Tor, wo Vieregge die Scheibe stoppen wollte. Aber der Puck sprang von der Bande vor das leere Tor ohne das Vieregge etwas machen konnte. Köhler schob zum 1:3 aus Eislöwen-Sicht ein.

Die Blau-Weißen starten druckvoll in den Mittelabschnitt, wollten den schnellen Anschlusstreffer. Sie mussten aber bis zur 30. Minute warten bis Knackstedt einnetzte. Toni Ritter hatte mustergültig aufgelegt. Es kam aber noch besser. In Überzahl legte Huard auf Ranta ab. Der Finne traf per Direktabnahme zum 3:3-Ausgleich. 53 Sekunden später ging aber Bad Nauheim wieder kurios in Führung. Cason Hohmann versuchte Kevin Lavallee auszutanzen und wollte vor dem Tor auf Tessier ablegen, Lavallee hielt den Schläger rein und fälschte ins eigene Tor ab. Aber die Eislöwen schlugen zurück und kamen zum verdienten 4:4. Bruno Riedl schoss neben das Tor, wo sich Swinnen den Puck schnappte und Bad Nauheims Torhüter Felix Bick anschoss. Von ihm prallte der Puck ins Tor.

Beide Teams hatten noch nicht genug und so ging das muntere Toreschießen auch im dritten Drittel weiter. Bad Nauheim legte wieder vor. Mit einem platzierten Schuss ließ Arniel Vieregge keine Chance (43.). Aber die Eislöwen hatten die richtige Antwort. Toni Ritter traf zum 5:5, weil Bick die Scheibe nicht festhalten konnte. In der 48. Minute gingen die Eislöwen sogar wieder in Führung. Huard besorgte mit seinem 99. Tor in blau-weiß das 6:5 – Cabana netzte zum 6:6 (50.) ein. Auch das war noch nicht das Ende. Nachdem Knackstedt noch an Bick scheiterte, legte er im zweiten Versuch quer auf Ritter, der das 7:6 (51.) erzielte. Zum Auswärtssieg reichte es trotzdem nicht, weil Cabana einen Sekesi-Schuss in der 56. Minute zum 7:7 unhaltbar abfälschte.

In der Verlängerung suchten beide Teams die Entscheidung und hatten ihre Chancen. Ein Tor sollte nicht fallen. Das Penaltyschießen musste herhalten. Für Bad Nauheim trafen Hohmann, Arniel und Tessier, während für die Eislöwen nur Ritter treffen konnte. Bad Nauheim sicherte sich so den Zusatzpunkt.

Andreas Brockmann, Cheftrainer Dresdner Eislöwen: „Schwer nach so einem Spiel die richtigen Worte zu finden. Der Punkt hilft uns nicht wirklich weiter, es war mehr drin. Im ersten Drittel haben wir den Faden verloren, sind aber im zweiten Drittel verdient zurückgekommen. Heute sieben Tore auswärts, in Freiburg sechs und in Landshut fünf Tore – aber es hat immer nicht zum Sieg gereicht. Defensiv haben wir es nicht gut gemacht, das tut natürlich weh. Wir wollten mehr, weil in unserer Situation jeder Punkt wichtig ist. Einer ist heute zu wenig.“

Weiter geht es für die Eislöwen am Samstagabend mit dem Heimspiel gegen Kassel.

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