Eislöwen unterliegen Tábor mit 1:6

Eislöwen unterliegen Tábor mit 1:6

Die Dresdner Eislöwen haben am Sonntagnachmittag ihr zweites Testspiel der Saisonvorbereitung bestritten. Zum Abschluss des Trainingslagers traf das Team von Cheftrainer Bo Subr in dessen Heimat auf Tábor.

Nach dem 3:0-Erfolg am Freitagabend in Villach veränderte das Trainerteam das Line-up für den zweiten Test. Mit Janick Schwendener und Marvin Berbner standen zwei Torhüter sowie acht Verteidiger und 13 Stürmer im Aufgebot. Fabian Hegmann, Connor Korte, Ivan Komirist und Tom Knobloch waren nicht mit von der Partie. Als Kapitän führte Tomas Andres die Eislöwen aufs Eis. Adam Helewka und David Suvanto fungierten als seine Assistenten.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start in die Partie. Nach einer ersten Möglichkeit für Tábor fiel in der achten Minute das 1:0. Nach einem offensiven Bully der Eislöwen brach Dane Fox der Schläger, den daraus entstandenen Konter nutzten die Gastgeber im zweiten Versuch zur Führung. Kurz darauf bot sich Dresden im ersten Powerplay die Chance auf dem Ausgleich, aber der Torerfolg blieb aus. Auf der Gegenseite zeigte sich Tábor deutlich konsequenter und erhöhte in der 13. Minute bei angezeigter Strafe auf 2:0. Nach einem Check von Tomas Andres und der anschließenden Rangelei musste der Dresdner Kapitän auf die Strafbank. Die Unterzahl überstanden die Eislöwen, unmittelbar danach nutzten die Gastgeber jedoch eine Chance und trafen zum 3:0. Kurz vor der ersten Pause setzte Tábor noch einen drauf. Einen Konter durch die neutrale Zone spielten die Gastgeber aus und stellten in der 19. Minute auf den 4:0-Pausenstand.

Im zweiten Drittel präsentierten sich die Eislöwen deutlich verbessert. Zwischen den Pfosten übernahm Marvin Berbner für Schwendener und konnte sich direkt auszeichnen. So verhinderte er in der 25. Minute mit einer starken Parade den nächsten Treffer der Gastgeber. Auch offensiv kam Dresden nun besser in die Partie. In der 30. Minute nutzten die Eislöwen schließlich ein Powerplay: Ryan MacKinnon traf vom oberen Rand des rechten Bullykreises zum 1:4 und erzielte damit bereits seinen dritten Treffer in der Vorbereitung. In der Folge blieb die Partie von einigen Strafzeiten geprägt. Tylor Spink musste wegen Beinstellens auf die Strafbank, später erwischte es auch Tomas Sykora wegen Stockschlags. Beide Unterzahlsituationen überstanden die Eislöwen ohne Gegentreffer. So ging es mit einem 1:4-Rückstand in die zweite Pause.

Im Schlussdrittel starteten die Eislöwen mit mehr Tempo und kamen zunächst zu guten Möglichkeiten. Mit zunehmender Spielzeit wurde die Partie allerdings immer hitziger und war von zahlreichen Strafzeiten geprägt. Tyson Spink erhielt zwei Minuten wegen unnötiger Härte sowie zusätzlich zehn Minuten wegen unsportlichen Verhaltens. Die folgende Überzahl nutzte Tábor in der 50. Minute zum 5:1. Kurz darauf musste Sebastian Gorcik auf die Strafbank.

Nachdem Gorcik seine Strafe abgesessen hatte und gerade wieder zurück auf dem Eis war, kassierte er wenig später erneut zwei Minuten. Nur elf Sekunden danach folgte auch eine Strafe gegen Berbner. Die doppelte Unterzahlsituation nutzten die Gastgeber schließlich in der 56. Minute zum 6:1-Endstand.

Bo Subr, Cheftrainer Dresdner Eislöwen: „Ich bin vor allem davon enttäuscht, wie wir in das Spiel gestartet sind. Die Einstellung und die Arbeitsmoral waren bei einigen Spielern nicht auf dem Niveau, das wir erwarten. Im zweiten Drittel haben wir uns deutlich gesteigert, aber wir haben uns zu sehr mit Dingen beschäftigt, die wir nicht kontrollieren können und uns dadurch selbst aus dem Spiel genommen. Auch der Start ins Schlussdrittel war besser, aber mit so vielen Strafzeiten machen wir es uns selbst schwer. Wir haben uns in Situationen gebracht, in denen wir nicht sein dürfen. Das haben wir bereits angesprochen und werden es nach dem freien Tag noch einmal tun. Es gab heute einige Dinge, die uns nicht gefallen haben und die wir ändern müssen. So etwas passiert besser jetzt als in zwei oder fünf Monaten. Entscheidend ist, dass wir daraus lernen und es beim nächsten Spiel besser machen.“

Foto: Melanie Steigler

 

 

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