Eislöwen mit Comeback-Sieg gegen Bietigheim
Die Dresdner Eislöwen empfingen am Freitagabend die Bietigheim Steelers in der JOYNEXT Arena. Cheftrainer Bo Šubr musste weiterhin auf die verletzten Janick Schwendener, Sebastian Gorcik und Simon Karlsson verzichten. Ivan Komirist war für die U20 im Einsatz, Karl Gärtner und Jacob Ficenec liefen für Leipzig auf. Im Tor erhielt erneut Marvin Berbner das Vertrauen.
Beide Mannschaften neutralisierten sich zunächst. Die erste Dresdner Torchance hatte Dane Fox in der fünften Minute, aber Gäste-Torhüter Keanu Salmik war zur Stelle. In der Folge setzten sich die Eislöwen zeitweise im Angriffsdrittel fest, ohne daraus Kapital schlagen zu können. Eine Strafe gegen Tomas Andres wegen hohen Stocks brachte Bietigheim das erste Powerplay (8.). Berbner war zur Stelle, seine Vorderleute blockten weitere Abschlüsse und überstanden die Unterzahl ohne Gegentreffer. Auch danach blieb die Begegnung zunächst chancenarm. David Suvanto prüfte Salmik mit einem Distanzschuss (14.), auf der Gegenseite entschärfte Berbner eine Gelegenheit von Benjamin Zientek mit dem Schoner (15.). Kurz vor der ersten Pause musste Dresden erneut in Unterzahl agieren: Felix Krüger erhielt zwei Minuten wegen Beinstellens (19.). Diesmal nutzten die Gäste ihre Überzahl. Steve Raabe traf aus zentraler Position zur Bietigheimer Führung (19.). Mit einem 0:1-Rückstand gingen die Eislöwen in die erste Drittelpause.
Im zweiten Drittel hatte Oliver Granz früh die Gelegenheit zum Ausgleich, doch der Puck ging am Tor vorbei (22.). Nach einem Stockcheck gegen Connor Korte prüften die Schiedsrichter die Szene im Video und schickten Eckl für zwei Minuten auf die Strafbank (23.). Die Eislöwen konnten die Überzahl jedoch nicht nutzen. Anschließend erhöhte Dresden den Druck und erspielte sich Chancen, brachte die Scheibe aber nicht über die Linie (28.). Im Gegenzug kamen die Steelers mit zwei Spielern frei vor Berbner zum Abschluss. Der Dresdner Schlussmann verhinderte mit einer starken Parade einen weiteren Gegentreffer. Auch die folgende Unterzahl nach einem Wechselfehler überstanden die Eislöwen ohne Gegentreffer (29.). Wenig später konnte Berbner den Schuss von Tim Schüler konnte parieren, beim Nachschuss von Cerny war er jedoch machtlos (35.). Eine Strafe gegen Tim Bender wegen Beinstellens brachte den Eislöwen kurz vor der Pause ein weiteres Powerplay (39.). Ein Treffer gelang bis zur zweiten Drittelpause nicht mehr, sodass es mit einem 0:2-Rückstand in die Kabine ging.
Zu Beginn des Schlussdrittels konnten die Eislöwen die verbleibende Überzahl zunächst nicht nutzen. Ein Wechselfehler brachte Dresden anschließend selbst in Unterzahl (41.), die ohne Gegentreffer blieb. Als Fischer wegen Beinstellens auf die Strafbank musste (46.), gelang den Eislöwen der Anschluss. Nach einer starken Kombination im Powerplay traf Ryan MacKinnon auf Zuspiel von Dane Fox und Tomas Sykora (48.). Dresden legte nach und nutzte auch die nächste Überzahl: Eckl hatte zwei Strafminuten wegen Behinderung erhalten (51.). Nach Vorarbeit von Alec Ahlroth und Andres kam Adam Helewka auf der rechten Seite frei zum Abschluss und erzielte den Ausgleich (51.). Nur drei Minuten später war die Partie gedreht. Bruno Riedl zog nach Zuspiel von Tylor Spink und Felix Krüger aus der Distanz ab und brachte die Eislöwen erstmals in Führung (54.). In der Schlussphase hielt Berbner den Vorsprung mit einer weiteren Parade fest (55.). Eine Strafe gegen Jan Nijenhuis wegen Spielverzögerung verteidigte Dresden konsequent. In Unterzahl hatte Sykora sogar die Chance auf einen weiteren Treffer. Somit sicherten sich die Sachsen einen 3:2-Heimsieg.
Bo Šubr, Cheftrainer der Dresdner Eislöwen: „Unser Start war nicht optimal. Wir haben ordentlich verteidigt, aber es fehlten Tempo und im ersten Drittel auch die nötige Körperlichkeit. Offensiv haben wir zu wenig kreiert. Dazu kamen zwei Strafen im Angriffsdrittel, die dem Gegner Schwung und Überzahlmöglichkeiten gegeben haben. Eine davon hat Bietigheim genutzt. Im zweiten Drittel hatten wir eine gute Phase und mehrere klare Chancen zum Ausgleich, konnten sie aber leider nicht verwerten. Nach einigen Niederlagen merkt man den Jungs in solchen Situationen eine gewisse Verunsicherung an. Die Scheiben verspringen und vieles wirkt nicht mehr so flüssig. Dann haben wir beim Forecheck in der neutralen Zone einen Fehler gemacht und plötzlich stand es 0:2. Aber ich muss den Jungs ein großes Kompliment machen: Sie haben im letzten Drittel nicht aufgegeben und gekämpft. Insgesamt war das ein gutes Schlussdrittel von uns. Bietigheim ist eine starke Mannschaft, die gut läuft und viel Druck ausübt. Außerdem haben wir heute zwei starke junge Torhüter gesehen, die beide ein sehr gutes Spiel gemacht haben. Ich bin mit den Punkten und einigen Phasen unseres Spiels zufrieden. Wir müssen es aber schaffen, über 60 Minuten konstanter zu spielen.“


