Guter Start wird nicht belohnt: Eislöwen unterliegen Liberec
Der SACHSENLOTTO Cup ist am Freitag in der JOYNEXT Arena gestartet. Zum Auftakt setzte sich Iserlohn mit 1:0 gegen Wolfsburg durch, anschließend waren die Dresdner Eislöwen gegen Liberec gefordert. Nach der deutlichen Niederlage im Testspiel in Tábor galt es für die Mannschaft von Cheftrainer Bo Šubr, eine Reaktion zu zeigen. Und die Eislöwen erwischten einen guten Start in die Partie.
Von Beginn an entwickelte sich ein intensives Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Bereits in der dritten Minute hatte David Suvanto die Führung auf dem Schläger, traf aber nur den Pfosten. In der siebten Minute mussten die Gäste erstmals auf die Strafbank. Das Powerplay nutzten die Eislöwen kurz vor Ablauf der Strafe: Suvanto zog ab und brachte die Scheibe in der neunten Minute zur Führung im Tor unter. Liberec erhöhte anschließend den Druck, doch Dresden setzte immer wieder gefährliche Akzente. Einen Fehler der Gäste im Spielaufbau bestrafte Tyson Spink in der 14. Minute eiskalt. Frei vor Torhüter Hamalčík ließ er sich die Chance nicht nehmen und erhöhte auf 2:0. Auch eine anschließende Unterzahlsituation überstanden die Eislöwen. Fabian Hegmann war dabei mehrfach zur Stelle. Kurz vor der Pause bot sich Liberec noch einmal die große Chance zum Anschlusstreffer, doch die Scheibe wurde von der Linie gekratzt. So ging es mit einer 2:0-Führung in die erste Pause.
Im zweiten Drittel wurde die Partie intensiver. Die Eislöwen starteten zunächst in Überzahl, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Wenig später musste Tom Knobloch auf die Strafbank. Die Unterzahl überstand Dresden zwar, doch unmittelbar nachdem die Eislöwen wieder komplett waren, gelang Liberec durch Najman in der 26. Minute der Anschlusstreffer. Die Gäste bekamen dadurch Aufwind und drängten auf den Ausgleich. Die Eislöwen hielten dagegen, Fabian Hegmann war bei den Abschlüssen der Tschechen zur Stelle. Auf der anderen Seite boten sich ebenfalls Möglichkeiten: Unter anderem setzte sich Dane Fox stark durch und bediente Tyson Spink, dessen Abschluss allerdings über das Tor ging. Zum Ende des Drittels gab es auf beiden Seiten mehrere Strafen. Am Spielstand änderte sich jedoch nichts mehr. So ging es mit einer 2:1-Führung in die zweite Pause.
Im Schlussdrittel drehten die Tigers die Partie. Die Eislöwen versuchten zunächst, den Vorsprung zu verteidigen und hatten in Überzahl die Möglichkeit, selbst nachzulegen. Der Treffer wollte aber nicht fallen. Stattdessen kam Liberec zurück, glich aus und drehte das Spiel. Rychlovský traf in der 45. Minute zum Ausgleich, ehe Jansa in der 50. Minute die Gäste erstmals an diesem Abend mit 3:2 in Führung brachte. Die Eislöwen versuchten noch einmal zurückzukommen, doch Liberec legte nach. Procházka erhöhte in der 57. Minute auf 4:2. In der Schlussphase musste Tyson Spink wegen Behinderung auf die Strafbank. Das anschließende Powerplay nutzten die Tigers: Petrovský sorgte in der 58. Minute für den 5:2-Endstand.
Für die Eislöwen geht es beim SACHSENLOTTO Cup am Sonntag um 14 Uhr im Spiel um Platz drei gegen die Grizzlys Wolfsburg weiter. Das Finale bestreiten um 17:30 Uhr Liberec und Iserlohn.
Bo Šubr, Cheftrainer Dresdner Eislöwen: „Wir sind deutlich besser ins Spiel gestartet als zuletzt und haben über weite Strecken gegen einen starken Gegner gut mitgehalten. Das Problem war, dass wir es nicht geschafft haben, unser Spiel konsequent über 60 Minuten durchzuziehen. Wenn wir die Scheibe nicht gut managen oder unnötige Strafen nehmen, wird das gegen einen solchen Gegner bestraft. Trotzdem waren viele Dinge besser. Wir nehmen das als Lernprozess mit. Am Sonntag wollen wir gegen Wolfsburg den nächsten Schritt machen, strukturierter und konstanter spielen.“
Foto: LensAhead


