Eislöwen drehen 0:2-Rückstand und holen Platz drei
Im Spiel um Platz drei beim SACHSENLOTTO Cup trafen die Dresdner Eislöwen am Sonntagnachmittag auf die Grizzlys Wolfsburg. Nach der 2:5-Niederlage gegen die Bílí Tygři Liberec am Freitag wartete damit zum Abschluss des Vorbereitungsturniers ein DEL-Club auf die Mannschaft von Cheftrainer Bo Šubr.
Die Eislöwen starteten engagiert in die Partie und kamen früh zu ersten Abschlüssen. Unter anderem versuchten es Suvanto aus der Distanz und Tylor Spink, konnten Wolfsburgs Torhüter aber nicht überwinden. In der siebten Minute bot sich den Blau-Weißen nach einer Strafe gegen die Grizzlys die erste Überzahlmöglichkeit, diese konnte aber nicht genutzt werden. Wenig später mussten die Eislöwen selbst in Unterzahl ran. Krüger erhielt zwei Strafminuten wegen Haltens und Wolfsburgs Lynch nutzte das Powerplay zur Führung (10.). Dresden wollte die schnelle Antwort und hatte durch Sebastian Gorcik eine gute Gelegenheit, doch erneut war beim Wolfsburger Schlussmann Endstation. In der zwölften Minute legten die Grizzlys nach. Feser setzte sich mit einem starken Solo durch und schob die Scheibe an Janick Schwendener vorbei zum 0:2 ins Tor. Anschließend erschwerten sich die Eislöwen das Spiel durch weitere Strafzeiten. Zunächst musste Andres wegen übertriebener Härte auf die Strafbank, kurz darauf folgte Granz wegen Stockschlags. Die daraus resultierenden Unterzahlsituationen überstanden die Dresdner ohne Gegentreffer. Kurz vor der Pause bot sich Hendreschke sogar die Chance auf den Anschlusstreffer, sein Abschluss wurde aber von einem Wolfsburger Verteidiger geblockt. So ging es mit einem 0:2-Rückstand in die erste Pause.
Im zweiten Drittel kamen die Eislöwen mit viel Schwung aus der Kabine und benötigten gerade einmal 24 Sekunden für den Anschlusstreffer. Adam Helewka setzte sich durch und traf zum 1:2. Dresden blieb anschließend am Drücker und erspielte sich weitere gute Möglichkeiten. Karlsson verfehlte den Ausgleich nur knapp, auch Tylor Spink und Ryan MacKinnon hatten das 2:2 auf dem Schläger. In einer weiteren Überzahlsituation drängten die Eislöwen auf den nächsten Treffer, scheiterten aber unter anderem am Pfosten und am Wolfsburger Schlussmann Weitzmann. Auf der anderen Seite war auch Janick Schwendener mehrfach gefordert und hielt seine Mannschaft mit starken Paraden im Spiel. In der 35. Minute belohnten sich die Eislöwen schließlich. Fox bediente Tyson Spink, der die Scheibe zurückspielte und anschließend zum verdienten 2:2-Ausgleich traf. Dies war gleichzeitig der Pausenstand.
Im Schlussdrittel blieb die Partie zunächst ausgeglichen. Die Eislöwen hatten durch Nijenhuis und Knobloch Möglichkeiten, erstmals in Führung zu gehen. In der 54. Minute war es dann soweit: Nijenhuis bediente Ahlroth, der eiskalt zum 3:2 abschloss und damit die Partie endgültig drehte. Wolfsburg versuchte in der Schlussphase noch einmal alles und nahm den Torhüter vom Eis. Doch die Eislöwen verteidigten den Vorsprung und machten trotz Unterzahl den Deckel drauf, als Fox ins leere Tor zum 4:2-Endstand traf.
Damit sicherten sich die Eislöwen mit dem 4:2-Erfolg gegen die Grizzlys Wolfsburg den dritten Platz beim SACHSENLOTTO Cup. Im Finale sicherte sich Liberec mit einem 2:1-Erfolg den die Iserlohn Roosters den Turniersieg.
Bo Šubr, Cheftrainer Dresdner Eislöwen: „Wir wollten heute besser sein als am Freitag und ich denke, dass uns das gelungen ist. Wir waren in den Dingen, die wir machen wollen, konstanter. Nach einem ordentlichen Start haben wir Mitte des ersten Drittels etwas den Faden verloren, sind weniger gelaufen und haben durch die Strafzeiten das Momentum abgegeben. Ab dem zweiten Drittel waren wir dann gut in dem, was wir von den Jungs erwarten. Es gibt Dinge, die besser werden, natürlich aber auch weiterhin Bereiche, an denen wir arbeiten müssen. Genau das wollen wir in der kommenden Woche tun. Unser Ziel ist es, in den nächsten Spielen in Weißwasser und gegen Kassel noch besser zu sein als an diesem Wochenende und noch konstanter zu spielen.“
Foto: LensAhead


