Eislöwen mit Derbysieg in der Vorbereitung

Eislöwen mit Derbysieg in der Vorbereitung

Die Dresdner Eislöwen waren am Freitagabend bei den Lausitzer Füchsen zu Gast. Im Derby in Weißwasser traf das Team von Cheftrainer Bo Šubr erstmals in der Vorbereitung auf einen direkten Ligakonkurrenten. Im Vergleich zum vergangenen Wochenende gab es Veränderungen im Line-up. Unter anderem rückten Lukas Buschbeck und Jacob Ficenec in die Aufstellung. Weiterhin verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stand Connor Korte. Ivan Komirist und Karl Gärtner waren für den Kooperationspartner in Leipzig im Einsatz. Als Eislöwen-Kapitän fungierte Dane Fox, seine Assistenten waren Tom Knobloch und Simon Karlsson.

Die Eislöwen zeigten einen perfekten Start in die Partie. Gleich die erste gute Möglichkeit führte zur Führung: Nach einem schnellen Konter über Tomas Sýkora legte dieser quer vor das Tor, wo Sebastian Gorcik zur Stelle war und den Puck einnetzte. Auch danach blieben die Dresdner gefährlich. In der zehnten Minute legten die Eislöwen nach. Adam Helewka eroberte die Scheibe mit starker Arbeit an der Bande und bediente Ricardo Hendreschke, der mit einem platzierten Schuss in den Winkel auf 2:0 stellte. Die Antwort der Gastgeber folgte allerdings noch in derselben Spielminute. Brady verkürzte für die Lausitzer Füchse. In der Folge hatten die Eislöwen weitere Möglichkeiten, den Vorsprung wieder auszubauen. Ryan MacKinnon versuchte es mit einem flachen Abschluss, scheiterte aber an Füchse-Torhüter Anthony Morrone. Kurz vor der ersten Pause kam auch Fox nach einer Direktabnahme noch einmal gefährlich zum Abschluss, doch erneut war Morrone zur Stelle. So ging es mit einer 2:1-Führung für die Eislöwen in die erste Pause.

Im zweiten Drittel kamen zunächst die Gastgeber besser aus der Kabine, aber  Gregory Kreutzer arbeitete beim Ausgleichsversuch stark zurück und verhinderte den Abschluss. Wenig später war Janick Schwendener gegen Humberstone zur Stelle. In der 29. Minute waren dann die Eislöwen erneut erfolgreich. Drew LeBlanc eroberte die Scheibe und brachte sie mit Übersicht ins Zentrum. Buschbeck ließ den Puck clever durch und Sykora schob zum 3:1 durch die Beine von Morrone ein. Kurz darauf musste Buschbeck nach einer Behinderung auf die Strafbank. Das folgende Powerplay nutzten die Füchse: Schmidt-Svejstrup traf per Direktabnahme zum 2:3 (31.). Weißwasser drängte anschließend auf den Ausgleich und hatte durch Breitkreuz die große Möglichkeit dazu. Der Füchse-Angreifer kam frei zum Abschluss, scheiterte aber am stark reagierenden Schwendener. Kurz vor der zweiten Pause mussten auch die Gastgeber noch einmal in Unterzahl agieren, am Spielstand änderte sich jedoch nichts mehr. So nahmen die Eislöwen eine knappe 3:2-Führung mit in die Drittelpause.

Das Schlussdrittel wurde noch einmal deutlich intensiver. Die Eislöwen starteten zunächst in Überzahl, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Kurz darauf bot sich die nächste Gelegenheit mit einem Mann mehr, doch auch dieses Powerplay blieb ungenutzt. Dafür hatten die Dresdner bei gleicher Spielerzahl die große Doppelchance: Erst setzte Riedl einen Schlenzer an den Pfosten, anschließend traf Knobloch mit seinem Nachschuss die Latte.

In der 50. Minute fiel dann doch das 4:2 – und das auf kuriose Art und Weise. Jacob Ficenec brachte die Scheibe von außen in Richtung Tor, der Puck wurde abgefälscht, stieg hoch in die Luft und fiel hinter Morrone über die Schulter ins Tor. Direkt im Anschluss wurde es hitzig. Ficenec und Dosch gerieten aneinander und mussten auf die Strafbank, der Dresdner erhielt zusätzlich zwei Minuten wegen unsportlichen Verhaltens. Damit waren die Eislöwen erneut in Unterzahl gefordert. Auch danach blieb die Partie umkämpft und wurde zunehmend körperlicher. Weißwasser versuchte noch einmal heranzukommen, während die Eislöwen weitere Möglichkeiten hatten. Alec Ahlroth scheiterte in der 53. Minute an Morrone. In der Schlussphase kochten die Emotionen schließlich noch einmal hoch. Nach einer Auseinandersetzung mussten auf beiden Seiten mehrere Spieler auf die Strafbank. Sportlich setzten die Eislöwen anschließend den Schlusspunkt. Oliver Granz zog in der 58. Minute von links ab, Morrone rutschte die Scheibe durch – das 5:2. Die Füchse verkürzten mit der Schlusssirene in Überzahl durch Breitkreuz. Die Eislöwen gewannen das intensive Testspiel in Weißwasser mit 5:3.

Lukas Buschbeck und Sebastian Gorcik haben die Partie verletzungsbedingt nicht zu Ende spielen können. Weitere Untersuchungen stehen noch aus.

Bo Šubr, Cheftrainer Dresdner Eislöwen: „Natürlich war es ein emotionales Spiel, es war ein Derby. Gerade für unsere Jungs, die die DEL2 noch nicht kennen, war es wichtig, einen ersten Eindruck davon zu bekommen, was sie in solchen Spielen erwartet. Wir sind gut gestartet, haben die Scheibe gut bewegt, es uns im weiteren Verlauf aber teilweise selbst zu kompliziert gemacht und zu wenig den direkten Weg zum Tor gesucht. Es gab heute gute Dinge, aber auch Bereiche, in denen wir konstanter und besser werden müssen. Wir sind weiterhin in der Vorbereitung und damit in einer Lernphase. Jedes Spiel zeigt uns ein Stück mehr über unsere Mannschaft. Am Sonntag wartet mit Kassel ein anderer Gegner und wahrscheinlich auch ein anderes Spiel. Wir werden die Partie heute aufarbeiten und wollen die Dinge, die wir gut gemacht haben, bestätigen und uns in den anderen Bereichen weiter verbessern.“

 

Bildmarke der Dresdner Eislöwen in den Clubfarben

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